Eingewöhnung


Die Eingewöhnung ist eine sensible Phase, für die wir uns alle viel Zeit und Ruhe nehmen sollten, damit Ihr Kind eine sichere Bindung zu mir als neue Bezugsperson aufbauen kann.

Positive Bindungserfahrungen geben Sicherheit und schaffen Vertrauen in die Umwelt. Sie sind Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung, eigenständiges Erforschen der Umwelt und die Verarbeitung dadurch gewonnener Eindrücke. Sie ist Grundlage für den Erwerb von Wissen und Fähigkeiten. Kinder können unterschiedlich ausgeprägte Bindungen zu mehreren Bezugspersonen aufbauen.

Wichtig für das gute Gelingen der Eingewöhnung ist eine positive Einstellung der Eltern, da Kinder die Unsicherheiten ihrer Bindungspersonen spüren und dadurch selbst verunsichert werden.

Mein Ziel ist es, dass Ihr Kind das Interesse entwickelt, von selbst auf mich zuzukommen. Ich werde mich daher nicht "auf Ihr Kind stürzen", sondern ihm die Zeit lassen, die es braucht, um den Kontakt zu mir aus eigenem Antrieb aufzunehmen. 

 

Das Tagespflegeverhältnis beginnt mit einer Eingewöhnungszeit von ca. 4 Wochen. 

In den ersten Tagen lernt Ihr Kind die neue Umgebung im Beisein seiner Bindungsperson kennen. So kann es seiner angeborenen Neugier und Entdeckungslust aus eigenem Antrieb nachgehen und immer wieder in seinen "sicheren Hafen" zurückkehren.

Nach der ersten erfolgreichen Trennung auf kurze Zeit wird nach und nach die Anwesenheit der Bindungsperson verkürzt und die Trennungszeit ausgeweitet.

Dies ist ein individueller Prozess, der sich für jedes Kind unterschiedlich gestaltet. Als Grundlage dient das "Berliner Modell".